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Dienstag, 13. August 2013, 08:05

Weinanbau am Drachenfels

Hier kann um den Weinanbau am Drachenfels und Winzer Pieper und Bröhl diskutiert werden.



Was bisher geschah!

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Dienstag, 13. August 2013, 08:06

· Aus aktuellem Anlass und anhaltender Sprachlosigkeit, fügen wir lediglich unsere Pressemitteilung bei, damit ihr eine Idee davon bekommt, wie es derzeit um den Weinbau am Drachenfels steht. Wer mag, kann gerne den Eintrag teilen damit von dieser "Amts-Katastrophe" möglichst viele Menschen erfahren!

Sehr geehrte Damen und Herren der Presse,
als wäre es nicht schon schlimm genug, dass die Lethargie der Stadt Bad Honnef und des Verschöne- rungsvereins Siebengebirge (VVS) mit der Sperrung der Weinbergwege rund um den Drachenfels die Bürger im Köln-Bonner Bereich eines Naherholungsgebietes beraubt haben! Nun wird seit heute Vormittag durch die skrupellose Verschiebung von Verantwortlichkeiten der beiden Protagonisten in massiver Weise die Existenz der Drachenfelser Winzer bedroht. Wie auch in anderen Weinbauge- bieten Deutschlands wird rund um den Drachenfels Weinbau im Steilhang betrieben. Dieser Jahr- hunderte alten Tradition, die auch maßgeblich und international das Bild des Siebengebirges prägt, droht nun das Aus.
Seit Jahrzehnten kommt es oberhalb der Weinberge am sogenannten „Siegfriedfelsen“ ab und an zu kleineren bis mittleren Steinschlägen, in deren Folge bereits vor ein paar Jahren weite Teile der beliebten Weinbergwege für die Öffentlichkeit gesperrt wurden. Anstatt jedoch, wie in solchen Fällen üblich, für Steinschlagschutz- und sonstige entsprechende Maßnahmen Sorge zu tragen, verweisen die Eigentümer des Steinschlag verursachenden Grundstücks – der Verschönerungsverein Siebengebirge- lapidar dar- auf, nicht über entsprechende finanzielle Mittel zu verfügen.
Seit heute morgen hat die Bezirksregierung Köln weite Teile der von Steinschlag betroffenen Weinberge mit sofortiger Geltung gesperrt. Somit ist unserer Familie (Weingut Pieper) und das Weingut Broel in Rhöndorf mitten in der Vegetationsperiode, in der die Reben intensiv gepflegt werden müssten, unsere Berufsausübung von einem Augenblick zum anderen untersagt. Wir können unsere Grundstücke nicht mehr betreten!! Das Begehungsverbot bedeutet, dass unsere Reben ohne unsere Pflege innerhalb kurzer Zeit von Krankheiten befallen sein werden und damit die Ernte ernsthaft in Gefahr ist. Uns und unseren Mitarbeitern sowie deren Familien wurde von Jetzt auf Gleich die Existenzgrundlage entzogen und dem traditionsreichen Weinanbau am Drachenfels der Garaus gemacht.




Für das Plateau auf dem Drachenfels können zig Millionen seitens des Landes bereitgestellt werden, auch für den Eselsweg – der ebenfalls wegen Steinschlags vorübergehend gesperrt ist – sind bereits Si- cherungsmaßnahmen eingeleitet und Gelder bewilligt worden.
Nur für regionales und historisches Kulturgut soll dies auf einmal nicht möglich sein und deshalb eines der seit der Romanik bekanntesten Wahrzeichen dieser Region verschwinden? Es ist nicht nur ver- antwortungslos, sondern schlichtweg beschämend, wie die verantwortlichen Instanzen ihrer Heimat den Rücken zuwenden anstatt tatkräftig Freude zu zeigen darüber, dass hier über Generationen hinweg Menschen gewillt sind den Weinbau am Drachenfels zu erhalten.


Quelle: https://www.facebook.com/#!/weingutpieper/posts/517907288283155

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Dienstag, 13. August 2013, 08:08

Behörde schreitet ein:Steinschlag stoppt Weinanbau im Siebengebirge

Seit Jahren liegen Ämter und Weinbauer wegen abbrechender Felsbrocken im Siebengebirge im Clinch. Am Freitag (26.07.2013) schloss die Bezirksregierung Köln aus Sicherheitsgründen zwei Weinberge zwischen Bad Honnef und Königswinter. Die Winzer reagieren empört.

Im Siebengebirge liegt das einzige Weinbaugebiet in NRW Diese Nachricht schlug am "Siegfriedfels" im Siebengebirge regelrecht ein:

Die Bezirksregierung Köln hat den Weinberg unterhalb des Felsens wegen Steinschlag-Gefahr für Weinbau-Beschäftigte gesperrt. Die Vorbereitungen zur Weinlese mussten gestoppt werden.

Zwei ansässige Weinanbaubetriebe sind hiervon betroffen, teilte die Behörde am Freitag (26.07.2013) mit. "Die Beschäftigung von Arbeitnehmern ist erst wieder möglich, wenn diese notwendige Sicherungsmaßnahme durchgeführt wurde", schrieb die Bezirksregierung vor.

Die betroffenen Winzer drohen mit einer Klage gegen den aus ihrer Sicht überzogenen Schritt. Ihre Mitarbeiter können 60 bis 70 Prozent der Weinberge nicht mehr betreten.

"Akute Stein- und Blockschlaggefahr"Laut einem geotechnischen Bericht des Geologischen Dienstes Nordrhein-Westfalen bestehe "akute Stein- und Blockschlaggefahr", begründete die Bezirksbehörde den Schritt. Für die Beschäftigten der Weinanbaubetriebe bestehe eine akute Gefährdung. Persönliche oder organisatorische Maßnahmen der Winzer, wie etwa durch ständiges Beobachten des betroffenen Gebietes während der Arbeitszeiten, reichten nicht aus, um die Mitarbeiter ausreichend zu schützen. Zum Schutz der Beschäftigten müssten sofort technische Maßnahmen umgesetzt werden. Es werde überwacht, ob die Arbeitgeber die Arbeitsschutzvorschriften einhalten, betonte die Behörde.

Nötig sei etwa die Errichtung von Steinschlagschutzzäunen. Wer dies mache und finanziere, sei aber nicht Sache der Arbeitsschutzbehörde, sagte ein Sprecher. Winzer Adolf-Wilhelm Pieper reagiert überrascht und erbost. "Das kommt einer Enteignung gleich", sagte der Weinbauer zu WDR.de.

Der über 100 Jahre alte Betrieb sei ein Kulturgut im Siebengebirge. Rund 100.000 Flaschen Wein produziere sein mittelständisches Unternehmen mit sechs Beschäftigten, sagte Pieper. "Die Behörden haben seit 30 Jahren Zeit gehabt, geeignete Absicherungsmaßnahmen einzuleiten. Aber der Amtsschimmel hat das verhindert", kritisierte er das Verhalten der Entscheidungsträger.

Nun werde er mit diesem aus seiner Sicht völlig überzogenen Schritt vor vollendete Tatsachen gestellt. Auch Nachbar-Winzer Karl-Heinz Broel zeigte sich empört: "Unsere Anwälte prüfen nun eine Klage gegen diese Verfügung." Wichtige Laub- und andere Vorbereitungsarbeiten für die Weinernte seien derzeit nicht mehr möglich. Teure Schutzzäune könne er nicht finanzieren, sagte Pieper. "Das muss der Staat oder das Land bezahlen. Ich jedenfalls nicht. Ich bin Opfer des Steinschlags."

Wer soll bezahlen?

Im Januar 2011 war ein meterlanger, tonnenschwerer Brocken in Piepers Weinberg eingeschlagen. Seitdem sind Fußgängerwege in Teilen des Touristen-Ausflugsziels gesperrt. In den vergangenen Jahrzehnten kamen immer mal Gesteinsbrocken herunter, passiert ist aber bisher noch niemandem etwas. Wer für den Schutz zuständig ist, das ist zwischen den Behörden seit Jahren umstritten. Denn der Fels liegt auf dem Gebiet von Königswinter, die bedrohten Wege aber liegen in der Nachbarstadt Bad Honnef. Der Fels selbst gehört dem privaten Verschönerungsverein für das Siebengebirge. Der wiederum erklärte noch im Mai 2013, für eine Sicherung des "Siegfriedfelsens" am Drachenfels habe er kein Geld. Die Sicherungsmaßnahmen könnten ersten Schätzungen zufolge eine hohe sechsstellige Summe kosten.



Das Anbaugebiet südlich von Bonn ist 20,21 Hektar groß; es ist das einzige in Nordrhein-Westfalen. Anfang der 70er Jahre stand der Weinbau vor dem Aus. Dann wurden die schwer zugänglichen, steilen Hänge über Königswinter und Bad Honnef neu gestaltet und Wege angelegt. Heute bauen drei Winzer insgesamt 19 Rebsorten an. Der Klassiker ist der Riesling. Das Siebengebirge gehört zum Anbaugebiet Mittelrhein, das von Bingen bis vor die Tore von Bonn reicht. Am Mittelrhein bearbeiten 160 Winzer insgesamt 450 Hektar Rebfläche.

Stand: 26.07.2013, 16.37 Uhr
Quelle: http://www1.wdr.de/themen/panorama/weinanbau100.html

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Dienstag, 13. August 2013, 08:11

Steinschlag am SiegfriedfelsenArbeitsverbot für Beschäftigte der Weinbaubetriebe

Von Hansjürgen Melzer

SIEBENGEBIRGE. Die Bezirksregierung hat den Winzern Pieper und Broel untersagt, ihre Angestellten weiter in den von Steinschlag gefährdeten Weinbergen am Drachenfels arbeiten zu lassen. "Laut einem geotechnischen Bericht des Geologischen Dienstes Nordrhein-Westfalen besteht akute Stein- und Blockschlaggefahr", teilte die Kölner Behörde mit.

Für die Beschäftigten der Weinanbaubetriebe bestehe eine akute Gefährdung. Persönliche oder organisatorische Maßnahmen der Winzer, wie zum Beispiel durch ständiges Beobachten des betroffenen Gebietes während der Arbeitszeiten, reichten nicht aus, um die Mitarbeiter ausreichend zu schützen.

Zum Schutz der Beschäftigten müssten sofort technische Maßnahmen umgesetzt werden. Notwendig wären zum Beispiel Steinschlagschutzzäune. "Die Umsetzung solcher Maßnahmen benötigt Zeit. Solange diese nicht umgesetzt sind, kann der Weinberg nicht gefahrlos bewirtschaftet werden", so die Bezirksregierung.Sie werde überwachen, ob die Arbeitgeber die Arbeitsschutzvorschriften einhalten.

Die Bezirksregierung teilte weiter mit, dass sie durch die Presseberichterstattung von Ende Mai von der Gefährdung Kenntnis erhalten habe und daraufhin das geologische Gutachten angefordert habe.

Winzer Bobbi Pieper war am Freitag fassungslos, nachdem er vormittags Besuch von den Mitarbeitern des Dezernats Betrieblicher Arbeitsschutz erhalten hatte. "Nach 30 Jahren fällt der Bezirksregierung auf, dass etwas gemacht werden muss. Und das vor der anstehenden Ernte", sagte er. Von dem Verbot seien rund 70 Prozent der Anbauflächen am Drachenfels betroffen. Er selbst bewirtschafte hier neun Hektar, der Rhöndorfer Kollege Karl-Heinz Broel dreieinhalb Hektar.

Am 4. Januar 2011 war ein 2,4 Kubikmeter großer Brocken vom Siegfriedfelsen in den Weinberg gestürzt. Die Stadt Bad Honnef sperrte daraufhin die Weinbergwege in der Gefahrenzone.

Die Winzer arbeiteten aber weiter.

Die notwendigen Sicherungsarbeiten am Fels scheiterten bisher am Geld. Zuletzt überreichte der Vorsitzende des Bürger- und Ortsvereins Rhöndorf, Jörg Erich Haselier, eine Petition an den Landtag, in der das Land gebeten wird, "seiner jahrzehntelangen Verantwortung für den identitätsstiftenden Weinbau durch eine entsprechende Finanzierung gerecht zu werden".

Pieper sieht vor allem den Verschönerungsverein für das Siebengebirge (VVS) als Eigentümer und die Stadt Bad Honnef in der Pflicht. "Der VVS beruft sich auf höhere Gewalt, und die Stadt wehrt sich mit Händen und Füßen, den VVS in die Pflicht zu nehmen", sagt der Winzer. Stattdessen versuche man, sich aus der Verantwortung zu stehlen und alles ans Land abzudrücken. "Die Stadt Bad Honnef macht ihre Hausaufgaben nicht."Er selber dürfte im Übrigen weiter sein Land betreten. "Aber ich kann die Größe des Weinbergs nicht allein bewirtschaften", sagt er. Paradox ist die Maßnahme für ihn vor allem, weil neun Millionen Euro auf dem Drachenfels investiert wurden. "Den Kopf pflegt man schön, aber die Füße lässt man dreckig.

"Artikel vom 27.07.2013

Quelle: http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/rhein-sieg-kreis/bad-honnef/Arbeitsverbot-fuer-Beschaeftigte-der-Weinbaubetriebe-article1107357.html

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Dienstag, 13. August 2013, 08:19

Betretungsverbot am DrachenfelsWinzer üben harsche Kritik an Stadt und VVS

BAD HONNEF. "Wir stehen vollkommen unter Schock. Rechtsstaat fühlt sich anders an." Winzer Karl-Heinz Broel zeigte sich nach dem Arbeitsverbot für seine Mitarbeiter durch die Bezirksregierung tief betroffen. "

Das ist ruinös und schockierend wie mit uns umgegangen wird", sagte auch sein Kollege Bobbi Pieper.

Wie berichtet hatte die Kölner Behörde für die Mitarbeiter der beiden Winzer am Freitag ein Betretungsverbot verhängt und sich auf den geotechnischen Bericht des Geologischen Dienstes NRW berufen. Die Geologen sehen eine akute Stein- und Blockschlaggefahr vom Siegfriedfelsen.Das Gutachten liegt bereits seit April vor. Es empfiehlt eine vier Meter hohe und 190 Meter lange Felssicherung. Doch die Kosten will bisher niemand tragen. Eigentümer des Felsens ist der Verschönerungsverein für das Siebengebirge (VVS).

Die Stadt Bad Honnef hat die Verkehrssicherungspflicht."Anders als im ganzen Land, von Hiddensee bis ins Hochgebirge, macht man hier nicht von einer entsprechenden hinweisenden Beschilderung Gebrauch, sondern sperrt schlichtweg", sagt Jörg Erich Haselier, der Vorsitzende des Bürger- und Ortsvereins Rhöndorf. Dabei werde urkundlich nachweisbar seit dem Jahr 893 in Bad Honnef Wein angebaut. Haselier hatte vor zwei Monaten den Petitionsausschuss des Landes angerufen.

Dem will er jetzt Nachdruck verleihen.In einer gemeinsamen Erklärung weisen Pieper und Broel darauf hin, dass "es seit Jahrzehnten am Siegfriedfelsen ab und an zu kleineren bis mittleren Steinschlägen" komme. "Anstatt jedoch, wie in solchen Fällen üblich, für Steinschlagschutz- und sonstige entsprechende Maßnahmen Sorge zu tragen, verweisen die Eigentümer des Steinschlag verursachenden Grundstücks - der Verschönerungsverein Siebengebirge - lapidar darauf, nicht über entsprechende finanzielle Mittel zu verfügen."Das Begehungsverbot bedeute, dass die Reben ohne Pflege innerhalb kurzer Zeit von Krankheiten befallen sein werden und damit die Ernte ernsthaft in Gefahr sei.

"Uns und unseren Mitarbeitern sowie deren Familien wurde von jetzt auf gleich die Existenzgrundlage entzogen und dem traditionsreichen Weinanbau am Drachenfels der Garaus gemacht."Die beiden Winzer kritisieren die Lethargie der Stadt und des VVS, die nach dem Steinschlag am Siegfriedfelsen im Januar 2011 zur Sperrung der Weinbergswege geführt habe. Nun sei man "durch die skrupellose Verschiebung von Verantwortlichkeiten" auch selbst betroffen.

Artikel vom 29.07.2013

http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/rhein-sieg-kreis/bad-honnef/Winzer-ueben-harsche-Kritik-an-Stadt-und-VVS-article1108356.html

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Dienstag, 13. August 2013, 08:20





1. August 2013

Leserbrief von Bacchus Peter Giesen zur Weinberg-Situation am Drachenfels

SIEBENGEBIRGE. Als ehrenamtlicher Bacchus des Königswinterer Winzerfestes verfolge ich natürlich auch mit großem Interesse die Geschehnisse um den Weinbau am Drachenfels. Durch das ausgesprochene Betretungsverbot der Weinberge in der Drachenfelslage sind die Familien Pieper in Königswinter und Blöser in Rhöndorf hart getroffen und für die Zukunft in Ihrer Existenz bedroht, wenn keine Lösung zum Schutz der Mitarbeiter beider Winzer vor möglichem Steinschlag gefunden wird.

Alle Beteiligten haben Gründe und Argumente vorgetragen. Doch die Zeit drängt. Wenn die ständig notwendigen Pflegearbeiten in den Weinbergen durch das Verbot nicht mehr erfolgen können, ist die jahrzehntelange Arbeit von Generationen von Winzerfamilien zerstört und damit auch die Zukunft des Weinbaues am Drachenfelshang auf Jahre hinaus nicht mehr möglich. Können die Winzer das „schultern“? Ich glaube nicht.

Seit weit mehr als 1000 Jahren wird Wein am Fuß des Drachenfelses angebaut und kultiviert. Königswinter und Rhöndorf sind bekannt für ihre Essenzen und die Qualität der Weine ist hervorragend.

Mein Wunsch wäre, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen. Sowohl das Land NRW, die Bezirksregierung Köln, die Städte Bad Honnef und Königswinter, den Verschönerungsverein Siebengebirge und die beiden betroffenen Winzerfamilien Pieper und Blöser. Jede Behörde, jede der beiden Städte und der VVS haben gute und stichhaltige Standpunkte vorgetragen.

Aber hier geht es um mehr. Es geht um Tradition und Geschichte des Weinbaues am Drachenfels. Viele Schreiben und Anträge werden derzeit ausgetauscht und hin und her geschickt. Sollte es nicht möglich sein, sich seine Akten unter den Arm zu packen und sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen, zu reden und nach Lösungen zu suchen?

Die Zeit drängt und Existenzen sowie Kulturgut sind bedroht. Da sollte es doch möglich sein, in dieser besonderen Situation einen kostengünstigen, einfachen und vor allem schnellen Weg zu finden: alle an einen Tisch, sich in die Augen schauen und miteinander reden um eine Lösung zu finden.


Peter Giesen
Bacchus aus Königswinter

http://www.diehonnefer.info/archiv/2013/08/130801-leserbrief-bacchus-peter-giesen/

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Dienstag, 13. August 2013, 08:28

Arbeitsverbot im Siebengebirge


Dem Winzer läuft die Zeit davon





Der verhinderte Winzer Felix Pieper (30) deutet auf einen Erosionskanal: Bei den starken Regenfällen in der jüngsten Vergangenheit kam auf viel Geröll den Berghang hinunter.
Foto: Jens Höhner

Von Jens Höhner


Stillstand herrscht noch immer unter des Siegfriedfelsen in Königswinter: Der Winzer Felix Pieper hat nun einen Rechtsanwalt eingeschaltet, der auch gegen die Stadt Bad Honnef vorgehen will. Unterdessen drängt die Zeit, weil die Weinlese naht.

Felix Pieper läuft die Zeit davon, noch immer sind der Winzer und seine Mitarbeiter zur Untätigkeit verdammt. „Selbst wenn die Sperrung des Hangs in der kommenden Woche aufgehoben sein sollte, wird das alles verdammt knapp“, sagt der 30 Jahre alte Unternehmer mit Blick auf die anstehende Traubenlese. Weil immer wieder Steinbrocken vom Siegfriedfelsen herabgestürzt waren, hat der Fachbereich Arbeitsschutz der Bezirksregierung Köln dem Winzer verboten, auch nur einen Fuß auf die etwa vier Hektar großen Anbauterrassen zu setzen.

Pieper hat inzwischen den Kölner Rechtsanwalt Maurice Berbuir eingeschaltet: Per Eilantrag will dieser vor dem Kölner Verwaltungsgericht erreichen, dass der Winzer seine Arbeit aufnehmen kann, „damit der Weinberg nicht verwildert“. Zudem bereitet der Jurist eine Klage gegen die Stadt Bad Honnef vor. „Wir wollen die Verwaltung zwingen, gegen den Verschönerungsverein für das Siebengebirge vorzugehen, damit endlich eine Absicherung des Felsens erfolgt“, schildert Berbuir.

Gelände hat viele Besitzer

Der Verschönerungsverein ist Besitzer des Siegfriedfelsens, die Wege auf dieser Seite des Drachenfelses gehören indes der Stadt Bad Honnef. Die Wanderrouten und Wirtschaftswege sind seit den ersten Abstürzen von Geröll im Januar des Jahres 2011 gesperrt, etliche Schilder warnen vor dem Zutritt.

Doch nicht nur Piepers Anwalt hat die Arbeit aufgenommen: Am Dienstag machte sich auch der Mainzer Geotechniker Johannes Feuerbach ein Bild von dem Berg, um ein Gegengutachten zu erstellen. „Die Gefahr ist gegeben“, bestätigt der Ingenieur und schränkt ein: „Gleichwohl ist die völlige Sperrung überzogen.“ So gebe es eine mobile Möglichkeit, die Arbeiter im Berg vor herabfallenden Steinen zu schützen: „Bewegliche Container mit einer Höhe von etwa vier Metern und einer Länge von acht Metern dienen als Puffer“, führt der Fachmann aus. In dessen Schatten – und damit auf einer Strecke von rund 200 Metern – könnten die Winzer dann jeweils an die Reben. „Allerdings wird es sehr schwer, einen solchen Container im Gelände zu platzieren.“ Zudem, so Feuerbach, wäre die Begleitung durch einen Experten, der den Felsen immer im Auge hat, ratsam. Noch in dieser Woche möchte der Mainzer ein Konzept vorlegen.

Kopfzerbrechen bereitet allerdings die Finanzierung einer längerfristigen Absicherung. Es heißt, diese schlüge mit rund 1,5 Millionen Euro zu Buche. „Dieses Geld muss die Stadt Bad Honnef aufbringen“, urteilt Anwalt Berbuir. „Man muss sich erst Gedanken um die Sicherheit machen, dann erst um die Kosten. Und das Geld muss man dafür einfach haben.“ Zuletzt war Bürgermeisterin Wally Feiden (SPD) in die Kritik geraten, weil sie aus dem Urlaub verlauten ließ, die Stadt habe der Verkehrssicherungspflicht Genüge getan, jetzt sei das Land Nordrhein-Westfalen an der Reihe.

1972 waren die Anbaugebiete im Zuge der Flurbereinigung ausgewiesen worden. Der Kreis sieht daher das Land ebenso in der Pflicht. „Um den größten Teil des Weinberges zu erhalten, reicht es, am obersten Weg einen Fangzaun aufzustellen“, sagt Kreissprecher Dirk Kassel. „Diese Lösung wäre leicht zu finanzieren.“ Winzer Pieper müsste sich dafür jedoch von seiner nach eigenen Angaben ertragreichsten Fläche trennen: „Dort wächst unser trockener Riesling.“

Während er etliche Tage nach der Sperrung jetzt das Gefahrengutachten des Landes in den Händen hält, ist seinem Nachbarn Karl-Heinz Broel nach eigener Auskunft bisher nur ein Protokoll über die mündliche Mitteilung des sofortigen Arbeitsverbots an seinem Hang zugegangen: „Auf alle anderen Dokumente warte ich noch immer“, erklärt der Winzer.



Artikel URL: http://www.ksta.de/siebengebirge/arbeitsverbot-im-siebengebirge-dem-winzer-laeuft-die-zeit-davon,15189218,23930450.html

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Dienstag, 13. August 2013, 08:29

Siebengebirge - 08.08.2013
Weinberg im Siebengebirge


Gericht bestätigt Arbeitsverbot






Foto: Jens Höhner

Von Jens Höhner


Unterhalb des Siegfriedfelsens herrscht Lebensgefahr, da Steinschläge drohen: Mit dieser Begründung hat das Kölner Verwaltungsgericht den Antrag des Winzers Felix Pieper abgelehnt und dessen Arbeitsverbot bestätigt.

Eilantrag im Eiltempo abgewiesen: In kürzester Zeit hat das Kölner Verwaltungsgericht auf den Antrag des Winzers Felix Pieper reagiert – mit niederschmetterndem Ergebnis für das Weingut aus Königswinter: Das Arbeitsverbot bleibt bestehen. Das Gericht bestätigt somit die Einschätzung der Bezirksregierung, dass unterhalb des Siegfriedfelsens Lebensgefahr besteht, da weitere Steinschläge drohen. Wie es jetzt weitergeht? Felix Pieper weiß es nicht, der 30-Jährige ist mit seinen Kräften am Ende.

„Dabei gäbe es ein rasch umsetzbares Konzept, um unsere Kollegen bei der Arbeit im Weinberg zu schützen“, berichtet der Winzer. So wäre nach Ansicht des Mainzer Geo-Technikers Johannes Feuerbach eine bewegliche Schutzwand ein mögliches Mittel. Das 50 Meter lange Gerät käme aus der Schweiz und wäre sofort verfügbar – Kosten: rund 65 000 Euro. „Und dieses Geld können wir einfach nicht aufbringen“, sagt Pieper, der die Stadt Bad Honnef verklagen will. „Bisher hat niemand aus der Verwaltung – auch die Bürgermeisterin Wally Feiden nicht – Kontakt zu uns aufgenommen.“

Verwunderung im Rathaus

Im Rathaus wundert man sich über solche Vorwürfe, schließlich sei es der Bürgermeisterin Wally Feiden (SPD) zu verdanken, dass die Landesregierung Nordrhein-Westfalen ein Gutachten zur Gefahreneinschätzung am Drachenfels über den Geologischen Dienst bezahlt habe. Diese liegt seit dem vergangenen April vor. „Dass in diese notwendigen Überlegungen die Weinbergsperrung für abhängig Beschäftigte durch die Bezirksregierung platzte, liegt bei allem Bedauern ihrer Folgen außerhalb der Einflussmöglichkeit der Stadt“, heißt es in einer Stellungnahme. Nach ihrem Urlaub werde Wally Feiden dann die Ratsfraktionen über den Sachstand in Kenntnis setzen, teilt die Verwaltung mit.

Felix Pieper winkt ab: Außer dem Gutachten und viel heißer Luft sei bisher nichts passiert, kritisiert er. Zwar sei sein Vater Bobbi in viele Gespräche zur Zukunft des Weinbaus unterhalb des Siegfriedfelsens eingebunden gewesen, „am Ende aber hat diese Schunkelei nichts bewirkt“. Ob seine sechs Angestellten um ihre Arbeitsplätze bangen müssen, könne er derzeit nicht abschätzen: „Wir gehen zurzeit davon aus, dass wir Mitte September mit der Weinlese beginnen können“, hofft Felix Pieper. „Und bis dahin sind alle zunächst sicher.“ Sollte die mobile Schutzwand kommen, so würde sie dem Winzer auch im kommenden Frühjahr nutzen: „Dann beginnt erneut die Pflege der Anbauterrassen.“



Artikel URL: http://www.ksta.de/siebengebirge/weinberg-im-siebengebirge-gericht-bestaetigt-arbeitsverbot,15189218,23949866.html



Copyright © 2013 Kölner Stadtanzeiger

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Dienstag, 13. August 2013, 08:36


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Dienstag, 13. August 2013, 08:38


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Dienstag, 13. August 2013, 08:44


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Dienstag, 13. August 2013, 11:26

Heute ereilte uns die nächste Katastrophenmeldung. Die Bezirksregierung hat noch weitere Weinbergsflächen gesperrt. Somit bleiben uns vorläufig nur noch circa 30 Prozent bewirtschaftbarer Weinberge. Noch immer ist auf politischer Ebene keine schnelle Hilfe für eine mobile Maßnahme in Sicht und somit die Lese 2013 akut gefährdet.

https://www.facebook.com/#!/weingutpiepe…525022160905001

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Dienstag, 13. August 2013, 11:27


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Dienstag, 13. August 2013, 11:30

Leserbrief


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Mittwoch, 14. August 2013, 08:14

Weinanbau-Drachenfels-Solidaritätslauf

Bad Honnef | Ein Kulturgut steht vor der Zerstörung: Die Weinberge unterhalb des Drachenfelsens. Wegen Steinschlaggefahr hat die Bezirksregierung den Winzern untersagt, ihre Mitarbeiter in die Berge zu schicken. Das bedeutet, dass die Reben nicht mehr vor Pilzbefall geschützt werden können und somit die Lese in Gefahr ist. Ein Umweltschaden für die Region und ein wirtschaftliches Desaster drohen.
Viele Bürger haben mittlerweile ihre Solidarität mit den Weinbauern bekundet, Politiker setzen sich mit ihren Möglichkeiten ein, um eine Lösung herbeizuführen.

Am kommenden Freitag wird eine weitere Initiative gestartet: Der Weinanbau-Drachenfels-Solidaritätslauf.

Um 18 Uhr geht es von zwei Start- Punkten aus los: In Königswinter treffen sich die Läuferinnen und Läufer am Jusitenhof (neben Hotel Maritim) und in Bad Honnef vor dem Sportfachgeschäft 7G-runergy in der Bahnhofstraße 6.

Die Aktion ist eine rein private Veranstaltung, die Idee hatten einige der heimischen Laufenthusiasten, allen voran Thomas Mauel aus Königswinter und Volker Brusius vom Laufteam 7G runergy. Mauel: „Das Siebengebirge und insbesondere der Le petit Médoc leben vom Flair und der Unterstützung bzw. Sponsoring durch die Winzer. Nun sollten wir als Siebengebirgler und Läufer unsere Solidarität mit den Winzern zeigen.“

„Die Laufstrecke ist so gewählt, dass jeder mitmachen kann“, so Volker Brusius. Gegen 18.45 Uhr werden die Läuferinnen und Läufer am Ziel, den Weinbergen, erwartet.

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Mittwoch, 14. August 2013, 13:09

Keine Ausnahme für Broel


Mäthes

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Mittwoch, 14. August 2013, 14:18

Echt heftig, was da derzeit abgeht :(

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Mittwoch, 14. August 2013, 15:24

Das war es dann wohl! Ist das Winzerfest 2014 gefährdet?

Weingut Pieper auf Facebook

https://www.facebook.com/#!/weingutpiepe…cation=timeline

Mit dem heutigen Tage schwindet unsere Hoffnung den Jahrgang 2013 noch lesen zu können. Die Bezirksregierung Köln hat den durch unseren Gutachter erarbeiten Vorschlag einer mobilen Steinschlagsicherung als Übergangslösung abgelehnt. Die vorgeschlagene Zaunlösung stammt von der Schweizer Spezialfirma GeoBrugg – die seit über 50 Jahren auf alpine Hangsicherungen spezialisiert sind. Ausschlag für diese niederschmetternde Entscheidung der Bezirksregierung ist die Ansicht des Geologischen Dienstes NRW, ein derartiger mobiler Zaun sei keine adäquate Sicherungsmaßnahme. Andererseits ist weder der Geologische Dienst NRW, noch das Gutachten des Ingenieurbüros H. Düllmann GmbH in der Lage eine Aussage über konkrete Sicherungsmaßnahmen zu treffen. Darüber hinaus beinhaltet weder das Gutachten, noch die Stellungnahmen seitens des Geologischen Dienstes NRW, konkrete Risikobewertung der aktuellen Situation.

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Mittwoch, 14. August 2013, 15:30

Seht ihr das Winzerfest 2014 als gefährdet an?

Was passiert mit dem Winzer Pieper, wenn die Reben eingehen? Der Schaden soll in die Millionen gehen!

Was haltet ihr davon und was denkt ihr darüber?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »aktuelle25« (14. August 2013, 15:46)


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Mittwoch, 14. August 2013, 16:00


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